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Die innerartliche Variabilität der Laktationsdauer bei Säugern ist als Anpassung interpretiert worden, die es Müttern erlaubt, die Dauer der Laktation ihrer Körperverfassung entsprechend zu variieren (Lee et al. 1991). Dabei wird angenommen, dass die jeweils eingestellte Laktationsdauer nicht vorwiegend auf physiologische Begrenzung der Leistungsfähigkeit der Mutter beruht, sondern eine strategische Entscheidung über die Verteilung ihrer Ressourcen darstellt. In diesem Fall wäre die Variabilität der Laktationsdauer eine Anpassung, die es der Mutter ermöglicht, ihren maximalen Fitnessgewinn zu erzielen. Diese Hypothesen werden an Meerschweinchen, einem experimentell gut bearbeitbaren System, überprüft. Mittels experimenteller Ansätze untersuchen wir, ob Information über den Zustand des jeweils Anderen für Mutter und Jungtiere verfügbar ist und wie sie genutzt wird, um den Entwöhnungszeitpunkt zu bestimmen. Insbesondere prüfen wir, inwieweit auch die Jungtiere über ihren Körperzustand sowie ihre Fähigkeit Festnahrung aufzunehmen, die Dauer der Laktation aktiv mitbeeinflussen. Das Projekt soll am Modellorganismus Meerschweinchen experimentell abgesicherte Grundlagen liefern, um der bisher recht unergiebigen Diskussion des potentiellen Mutter-Kind Konfliktes über Brutpflege eine festere Basis zu verschaffen. Diese Studie wurde gefördert durch die DZG (TR 105/12-1,2) |