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Mobile Roboter gewinnen in der Forschung zunehmend Interesse. Ziel
sind autonome Service-Roboter, welche selbstständig bestimmte
Aufgaben in ihrem Einsatzgebiet erfüllen. Das Einsatzgebiet soll
für diese Systeme möglichst frei wählbar sein. Dabei müssen sie auch
unvorhergesehene Probleme lösen können, wie z.B. einem unerwarteten
Hindernis ausweichen.
Neben den Basisanforderungen eines mobilen Roboters, wie z.B. der
Orientierung und der Hinderniserkennung, steht die Einfachheit der
Bedienung des Systems im Vordergrund. D.h., ein Service-Roboter sollte
möglichst intuitiv und ohne spezielles Wissen über technische Systeme
bedient werden können. Fernziel ist, eine Kommunikation mit dem
Roboter in Form eines freien Dialogs zu ermöglichen, so dass jede
Person ihn bedienen kann.
Um die Einfachheit der Bedienung eines Roboters zu erreichen, ist es
naheliegend, das Kommunikationssystem so auszulegen, dass mit dem
Roboter auf für Menschen natürliche Weise kommuniziert werden
kann. Zur Stärkung dieser Art der Kommunikation ist es sinnvoll,
biologische Aspekte des menschlichen Verhaltens auf den Roboter zu
übertragen. Ebenso sollte der Roboter menschliches Verhalten
interpretieren können. Dazu müssen Bilddaten und Sprache aufgenommen
und verarbeitet werden können. Des Weiteren ist eine Sprachausgabe von
Seiten des Roboters für einen Dialog notwendig.
Die Entwicklung des Systems findet in einer Bürodomäne statt. Im
Rahmen des Projektes steht die Umsetzung bestimmter Verhaltensweisen
für den mobilen Roboter "PeopleBot" der AG AI an. Dabei soll ein wie
oben beschriebenes Dialogsystem verwendet werden. Folgende
Verhaltensweisen sollen in das Robotersystem eingebunden werden:
- Detektion von Personen und deren Identifizierung, welche das Anreden
einer Person mit ihrem Namen ermöglicht.
- Verfolgung einer Person mit der Kamera während eines Dialogs, um die
Aufmerksamkeit des Roboters anzuzeigen. Falls die zu verfolgende
Person den Schwenkbereich der Kamera verlässt, soll der Roboter in
der Lage sein, die Orientierung der gesamten Platform zu korrigieren.
- Folgen einer Person, um an bestimmte Orte geführt werden zu
können. Dabei soll es möglich sein dem Roboter Zielpunkte
zu benennen, die er sich merken und später wieder ansteuern kann.
- Erkennen von bestimmten visuellen Merkmalen eines Raumes zur besseren
Orientierung. Eine Ladestation soll für den Roboter durch visuelle
Marker entsprechend ausgewiesen werden, die der Roboter
selbstständig bei Bedarf findet und ansteuert.
- Lernen durch Beobachtung eines Menschen. Der Roboter sollte in der
Lage sein, Gesten zu erkennen. Dies ist wichtig, wenn der Roboter
Gegenstände lernen soll, auf die mit dem Finger gezeigt wird. Diese
Gegenstände sollten dann zu einem späteren Zeitpunkt wiedererkannt
werden können. Ein solches Gestensystem wird bereits unter dem Thema
"Multimodal Learning of Object Specifications" im Graduiertenkolleg
"Aufgabenorientierte Kommunikation" entwickelt und soll in das
Robotersystem integriert werden.
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