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Weiterleitung eingehender Mail

Sie haben jetzt eine Mailadresse an der Technischen Fakultät und können dort auch Mail empfangen und versenden. Da Sie auch noch "ältere" E-Mail-Adressen haben, möchten Sie Ihre TechFak-E-Mails dorthin weiterleiten lassen, um Ihre E-Mails zentral lesen und verwalten zu können.

Nutzen Sie in diesem Fall die nachfolgend beschriebene Weiterleitung:

Grundlagen der Weiterleitung

Die Weiterleitung kann jeder Benutzer selbst aktivieren. Dazu muß lediglich im Heimatverzeichnis eine Datei mit dem Namen .forward angelegt werden, die die (neue) Zieladresse enthält. Joe User, der auch unter joeuser@YouGetWhatYouPayFor.example erreichbar ist, müsste also eine Datei /homes/juser/.forward erzeugen die den Eintrag joeuser@YouGetWhatYouPayFor.example enthält.

Fallstricke bei der Weiterleitung

Beachten Sie unbedingt die folgenden Hinweise, bevor Sie eine Weiterleitung einrichten:
  • Leiten Sie die TechFak-E-Mail keinesfalls in eine Datensenke oder an eine Adresse, die Sie niemals abrufen. Sie werden im Laufe Ihres Studiums wichtige E-Mails an Ihre TechFak-Adresse erhalten. Ignorieren Sie diese E-Mails nicht!
  • Testen Sie Ihre Weiterleitung nach deren Einrichtung! Loggen Sie sich erst aus wenn die Testmails angekommen sind oder Sie Ihre Weiterleitung rückgängig gemacht haben. Eine defekte Weiterleitung (z.B. eine Schleife, s.u.) kann Ihre Postfächer innerhalb weniger Minuten überlaufen lassen.
  • Die Datei $HOME/.forward darf nur für den Eigentümer schreibbar sein, weil ansonsten die Gefahr besteht, daß Dritte sich Ihrer Mail bemächtigen.
  • Die als Ziel eingetragene Adresse muß existieren und zustellbar sein. Sollte nämlich eine Zustellung endgültig fehlschlagen, geht die Mail wie üblich an den Absender zurück und wird nicht ersatzweise am Punkt der Weiterleitung zugestellt.
  • Die Bildung von Schleifen muß vermieden werden. Mails, die von hier aus an eine andere Adresse weitergeleitet werden, dürfen von dort aus nicht direkt oder indirekt wieder an die hiesige Adresse zurück- bzw. weiterdirigiert werden. Das Mailsystem wäre nicht in der Lage, eine auf diesem Wege zum zweiten Male eingelieferte Mail als bereits bearbeitet zu erkennen. Eine solche Schleife würde zwar nach endlich vielen Durchläufen unterbrochen, hätte aber bereits unnötig Ressourcen konsumiert.

Komplexere Aufgaben

1.1 Weiterleitung an mehrere Adressen

1.2 Erzeugen einer lokalen Kopie

1.3 Weiterleitung in eine Datei

1.4 Vacation-Nachrichten

1.4.1 ... versenden per .procmailrc

1.4.2 ... versenden per .procmailrc


1.1 Weiterleitung an mehrere Adressen

Mehrere Adressen in $HOME/.forward können auf mehrere Zeilen verteilt angegeben werden. Dabei gilt der Hinweis auf die Schleifen natürlich umso mehr. Man darf auf diese Weise keine Lawinen erzeugen, also nicht an jeder Mailadresse die Mail jeweils an alle anderen weiterleiten.

1.2 Erzeugen einer lokalen Kopie

Tragen Sie als weitere Zieladresse einfach ihre lokale Adresse mit in die Datei $HOME/.forward ein:

joeuser@YouGetWhatYouPayFor.example
\juser
Vorsicht: Vertauschen Sie nicht den Backslash ("\") mit dem Slash("/"). Der vorangestellte Backslash stellt sicher, daß die an juser weitergeleitete E-Mail nicht ihrerseits weitergeleitet wird.

1.3 Weiterleitung in eine Datei

Im Prinzip gestattet bereits .forward dies, die Funktion ist aber aus aus Performanz- und Sicherheitsgründen unterbunden.

Stattdessen können Sie procmail verwenden, um E-Mails zu sortieren und in verschiedene Dateien abzulegen; siehe dazu die Manualpages zu procmailrc(5) und procmailex(5).

1.4 Vacation-Nachrichten

Manchmal kann es hilfreich sein, im Falle einer kurzfristigen Abwesenheit sog. Vacation-Mails als Antwort auf jede eingehende Mail zu verschicken. Dabei ist es wichtig (sowohl um Mail-Loops zu verhindern als auch um die Nerven der Sender zu schonen), dass jeder Sender genau eine solche Vacation-Mail bekommt, nicht pro verschickter Mail eine. Dazu gibt es das Programm vacation(1), welches sich in der Datei ~/.vacation.db merkt, an wen schon eine solche Benachrichtigung verschickt wurde. Der Inhalt der verschickten Mail muss in ~/.vacation.msg stehen und sollte etwa wie folgt aussehen:

From: juser@techfak.uni-bielefeld.de
Subject: Hinweis: E-Mail wird urlaubsbedingt nicht sofort gelesen

Ich bin vom ... bis ... im Urlaub
und werde Ihre E-Mail bearbeiten 
sobald ich wieder zurueck bin.

Viele Gruesse,
  juser
Dabei ist es wichtig, dass die From: und Subject:-Zeilen vorhanden sind.
1.4.1 ... per .forward verschicken

Wenn die Datei .forward schon existiert, muss auch hier vacation(5) eingebunden werden. Dazu einfach die Zeile

"|/usr/bin/vacation juser"
inklusive der Anführungszeichen in diese Datei einfügen, solang die Vacation-Nachricht erwünscht ist.
1.4.2 ... per .procmailrc verschicken

Wird schon procmail benutzt, ist die Sache etwas komplizierter. An einer sinnvollen Stelle innerhalb der eigenen .procmailrc für die Dauer der Abwesenheit folgende Regel einfügen:

:0 c:
|/usr/bin/vacation juser




  
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