RBG Rechnerbetriebsgruppe der Technischen Fakultät · Universität Bielefeld |
|
|
Weiterleitung eingehender MailSie haben jetzt eine Mailadresse an der Technischen Fakultät und können dort auch Mail empfangen und versenden. Da Sie auch noch "ältere" E-Mail-Adressen haben, möchten Sie Ihre TechFak-E-Mails dorthin weiterleiten lassen, um Ihre E-Mails zentral lesen und verwalten zu können.Nutzen Sie in diesem Fall die nachfolgend beschriebene Weiterleitung: Grundlagen der WeiterleitungDie Weiterleitung kann jeder Benutzer selbst aktivieren. Dazu muß lediglich im Heimatverzeichnis eine Datei mit dem Namen .forward angelegt werden, die die (neue) Zieladresse enthält. Joe User, der auch unter joeuser@YouGetWhatYouPayFor.example erreichbar ist, müsste also eine Datei /homes/juser/.forward erzeugen die den Eintrag joeuser@YouGetWhatYouPayFor.example enthält. Fallstricke bei der WeiterleitungBeachten Sie unbedingt die folgenden Hinweise, bevor Sie eine Weiterleitung einrichten:
Komplexere Aufgaben1.1 Weiterleitung an mehrere Adressen1.2 Erzeugen einer lokalen Kopie 1.3 Weiterleitung in eine Datei 1.4.1 ... versenden per .procmailrc 1.4.2 ... versenden per .procmailrc
1.1 Weiterleitung an mehrere Adressen Mehrere Adressen in $HOME/.forward können auf mehrere Zeilen verteilt angegeben werden. Dabei gilt der Hinweis auf die Schleifen natürlich umso mehr. Man darf auf diese Weise keine Lawinen erzeugen, also nicht an jeder Mailadresse die Mail jeweils an alle anderen weiterleiten. 1.2 Erzeugen einer lokalen Kopie Tragen Sie als weitere Zieladresse einfach ihre lokale Adresse mit in die Datei $HOME/.forward ein: joeuser@YouGetWhatYouPayFor.example \juserVorsicht: Vertauschen Sie nicht den Backslash ("\") mit dem Slash("/"). Der vorangestellte Backslash stellt sicher, daß die an juser weitergeleitete E-Mail nicht ihrerseits weitergeleitet wird. 1.3 Weiterleitung in eine Datei Im Prinzip gestattet bereits .forward dies, die Funktion ist aber aus aus Performanz- und Sicherheitsgründen unterbunden. Stattdessen können Sie procmail verwenden, um E-Mails zu sortieren und in verschiedene Dateien abzulegen; siehe dazu die Manualpages zu procmailrc(5) und procmailex(5). 1.4 Vacation-Nachrichten
Manchmal kann es hilfreich sein, im Falle einer kurzfristigen Abwesenheit sog.
Vacation-Mails als Antwort auf jede eingehende Mail zu verschicken. Dabei ist
es wichtig (sowohl um Mail-Loops zu verhindern als auch um die Nerven der
Sender zu schonen), dass jeder Sender genau eine solche Vacation-Mail bekommt,
nicht pro verschickter Mail eine. Dazu gibt es das Programm
vacation(1), welches sich in der Datei ~/.vacation.db
merkt, an wen schon eine solche Benachrichtigung verschickt wurde. Der Inhalt
der verschickten Mail muss in ~/.vacation.msg stehen und sollte etwa
wie folgt aussehen: From: juser@techfak.uni-bielefeld.de Subject: Hinweis: E-Mail wird urlaubsbedingt nicht sofort gelesen Ich bin vom ... bis ... im Urlaub und werde Ihre E-Mail bearbeiten sobald ich wieder zurueck bin. Viele Gruesse, juserDabei ist es wichtig, dass die From: und Subject:-Zeilen vorhanden sind. 1.4.1 ... per .forward verschicken
Wenn die Datei .forward schon existiert, muss auch hier vacation(5)
eingebunden werden. Dazu einfach die Zeile "|/usr/bin/vacation juser"inklusive der Anführungszeichen in diese Datei einfügen, solang die Vacation-Nachricht erwünscht ist. 1.4.2 ... per .procmailrc verschicken
Wird schon procmail benutzt, ist die Sache etwas komplizierter. An einer
sinnvollen Stelle innerhalb der eigenen .procmailrc für die Dauer der
Abwesenheit folgende Regel einfügen: :0 c: |/usr/bin/vacation juser |