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Der IMAP-Server der Technischen Fakultät

Ab sofort verrichtet der Dovecot imapd seine Dienste als Server für das Internet Message Access Protocol (IMAP) auf dem hiesigen System. Zu erreichen ist der Server unter dem Rollenhostnamen imap.TechFak.Uni-Bielefeld.DE. Grundsätzlich sind nur verschlüsselte Verbindungen via SSL/TLS möglich, entweder über den imap-Port (143) und das STARTTLS-Kommando, oder aber über den imaps-Port (993). Da eine verschlüsselte Verbindung nur dann Sinn macht, wenn die Authentizität des Servers überprüft werden kann, gibt es hier Zertifikat und Fingerabdruck (Achtung: Neues Zertifikat seit dem 22.April 2005). Alle von uns betreuten bzw. zur Verfügung gestellten Clients sind, sofern möglich, bereits selbst in der Lage, die Authentizität des Zertifikates zu verifizieren.

Betriebsarten

Die Verwendung des IMAP-Servers ist vollkommen optional, d.h. so lange man nicht die Mailauslieferung so umkonfiguriert, daß der IMAP-Server verwendet wird, bleibt alles beim Alten. Die einfachste Möglichkeit, den IMAP-Server in Anspruch zu nehmen, besteht in der Angabe der nicht von außen erreichbaren Adresse juser@imap in der Datei $HOME/.forward, wobei juser natürlich durch den eigenen Benutzernamen zu ersetzen ist. So werden alle eingehenden Mails auf den IMAP-Server weitergeleitet.

Der IMAP-Server bietet keinen Zugang zu den bereits existierenden Homespool-Mailboxen (~/mail), dafür ist aber grundsätzlich ein Mischbetrieb mit sowohl IMAP-Zustellung als auch lokaler Zustellung möglich.

Mailboxen können parallel zur INBOX angelegt werden. Als Trennzeichen für Untermailboxordner dient der Punkt (".", dies ist jedoch nur für die Filterung per SIEVE-Skript interessant, s.u.).

Clients

Mozilla Thunderbird ist derzeit der Client der Wahl, um auf den IMAP-Server zuzugreifen.

In anderen Clients muß im Wesentlichen nur beachtet werden, daß der Server als imap.TechFak.Uni-Bielefeld.DE mit oben beschriebener Verschlüsselung angegeben und als sogenannter Hierarchy Separator nicht ein Slash, sondern ein Punkt (".") verwendet wird (dies ist normalerweise die Standardeinstellung). Als Mailserver für ausgehende Mails ist innerhalb der Technischen Fakultät der Rollenhostname smarthost.TechFak.Uni-Bielefeld.DE zu verwenden.

Quotas

Derzeit können studentische Mailboxen maximal 512 MB belegen, Mitarbeitern und allen anderen stehen 8 GB zur Verfügung.

Klarerweise ergibt sich aus harten Quotas ein Problem bei der Mailzustellung im Falle voller Mailboxen. Wird eine volle Mailbox angetroffen, so schlägt der Zustellversuch fehl, und der Absender erhält eine entsprechende Nachricht.

Zur Überprüfung des in Anspruch genommenen Speicherplatzes läßt sich die entsprechende Funktion des IMAP-Clients verwenden.

Übersteigt die relative Auslastung eines Accounts 90% der Quota, so gibt der Server eine Warnmeldung aus, sobald eine Verbindung erfolgt. Auf diese Weise läßt sich bei entsprechender Unterstützung durch den IMAP-Client vorzeitig erkennen, wenn die Mailboxauslastung gegen die Quota strebt.

Das Filtern von Mails

Wie bisher bietet sich natürlich auch weiterhin die Möglichkeit, Mails mit procmail-Rezepten filtern zu lassen. Im Zusammenhang mit dem IMAP-Server sind allerdings einige Dinge zu beachten. Wie bereits oben beschrieben, kann man als Benutzer juser die Mails einfach auf den IMAP-Server zustellen, indem man die Mails an juser@imap weiterleitet. Mailboxen lassen sich, und das ist vermutlich für die Verwendung mit procmail der wesentlich interessantere Punkt, aber auch mit der Adresse juser+Mailboxname@imap direkt ansteuern. Die Mails landen dann im IMAP-Ordner Mailboxname des users juser. Der Ordner wird dabei NICHT automatisch erstellt, sondern muss vorher im IMAP-Client angelegt worden sein. Sollte der Ordner nicht existieren, wird die Mail ganz normal in die Inbox ausgeliefert.

Eine neue Möglichkeit in diesem Zusammenhang ist die Mailfiltersprache SIEVE. Entsprechende Skripte können müssen von Hand erstellt werden. Das Managesieve-Protokoll wird nicht mehr unterstützt. Jeder Benutzer hat in /vol/sieve/ eine Datei namens juser_sieve. Sollte in dem Skript ein Fehler stecken, wird eine Datei namens juser_sieve.err angelegt, diese enthät dann die Fehlermeldung. Nach Behebung der Fehler wird sie direkt gelöscht. Der Ordner, in den Mails hineingefiltert werden sollen, muss (wie bei der juser+Mailboxname@imap-Funktion auch) schon existieren. Anderenfalls wird weiter in die Inbox zugestellt.
Submailboxen müssen dabei mit einem Punkt statt einem Slash voneinander getrennt angegeben werden: .Mailbox.Submailbox. Alle Mailboxen ausser der INBOX starten mit einem Punkt.

Migration

Der aufwendigste Teil, wenn man komplett auf IMAP umsteigen möchte, besteht in den meisten Fällen wohl darin, die bereits vorhandenen Mails auf den IMAP-Server zu transportieren. Mit mutt kann man diesen Teil folgendermaßen lösen: mit t (für den Befehl tag bzw. markieren) oder T und einem entsprechenden Markierkriterium (z.B. .* für alle in der Mailbox vorhandenen Mails) lassen sich die zu kopierenden Mails auswählen. Mit ;s (tag-save) bzw. ;C (tag-copy) lassen sich die markierten Mails dann auf den IMAP-Server verschieben bzw. kopieren, indem als Zielort einfach der entsprechende IMAP-URL angegeben wird.

Backup und Restore

Auch der IMAP-Server wird natürlich dem täglichen Backup unterzogen. Aufgrund der Art, wie Mailordner auf dem Server abgelegt werden, ist die gezielte Wiederherstellung einzelner Mails jedoch nicht möglich. Mailordner können nur vollständig in der jeweils gesicherten Version restauriert werden. Zu diesem Zweck wird der Ordner dann unter einem anderen Namen angelegt, so daß der Benutzer die benötigten Mails kopieren und den restaurierten Ordner wieder löschen kann.

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