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Programmieren mit StarLogo

StarLogo ist eine Programmiersprache, die auf das bekannte Logoaufbaut und speziell auf den Einsatz in Lernumgebungen ausgerichtet ist.
Die StarLogo Welt besteht aus Schildkröten (engl. turtles), Feldern (engl. patches) und dem Beobachter (engl. observer).

Schildkröten

Die Schildkröten, von denen man hunderte bis tausende erzeugen kann, bewegen sich in einer digitalen Umgebung. Sie können beliebige Formen annehmen, z.B. können sie aussehen wie Autos oder Termiten.
Jede Schildkröte besitzt eine Menge von internen Zustandsvariablen, durch die sie sich auszeichnet und von den anderen Schildkröten unterscheidet. So kann man nicht nur beeinflussen, wie eine Schildkröte aussieht, sondern auch, wie sie sich verhält.

Felder

Die Schildkröten leben auf einem unsichtbaren Gitter aus kleinen Feldern - wie ein Schachbrett, das nur schwarze Felder hat. Jedem Feld kann man willkürlich eine Menge von Information zuordnen, die von den Schildkröten "erschnüffelt" wird. Z.B. kann auf den Feldern Futter wachsen. Die Schildkröten finden heraus, ob sie auf solch einem Futterfeld stehen, indem sie die Farbe des Feldes erfragen, auf dem sie gerade stehen.
Die Felder können auch Kommandos oder Programme ausführen, wie z.B. Futter nachwachsen oder neue Schildkröten entstehen lassen.

Beobachter

Der Beobachter hat eine allwissende Rolle und wacht über die StarLogo-Welt.
Zu Beginn jeder Simulation kreiert er die Schildkröten und konfiguriert die Felder. Er kann auch Schildkröten und Felder anweisen, bestimmte Befehle auszuführen.

In den traditionellen Logo-Sprachen konnte man nur wenige Schildkröten haben, die vorwiegend zum Zeichnen von Mustern oder Figuren benutzt wurden. Dazu verwendeten sie eine Art Stift und konnten über bestimmte Kommandos gesteuert werden (traditional turtle geometry).
StarLogo erweitert nun diese Idee: Man kann tausende von Schildkröten haben, die ihre Aktionen alle gleichzeitig - parallel - ausführen (new turtle geometry).

Aber StarLogo wurde nicht primär zum Zeichnen entwickelt, sondern um Phänomene in dezentralisierten Systemen, wie z.B. Vogelschwärmen, Verkehrsstaus oder Ameisenkolonien, zu erklären.

Zu finden ist StarLogo unter http://www.media.mit.edu/starlogo.

Materialien

Während der Peanuts Herbsthochschule 2002 und 2004 war ich Veranstalter des Workshops der TechFak. Die Unterlagen für den Workshop stelle ich hier gerne zur Verfügung. Über Kommentare und Kritik freue ich mich immer!

Aufgaben der Peanuts Herbsthochschule 2004

Aufgaben der Peanuts Herbsthochschule 2002

Die folgenden beiden Beispiele aus dem Programm der Herbsthochschule 2002 sind ebenfalls in den Kursunterlagen enthalten: