

Programmaufrufe bestehen aus mehreren Worten, die durch Leerzeichen getrennt werden. Die Eingabe wird durch Drücken der Eingabetaste abgeschlossen und damit wird gleichzeitig die Programmausführung gestartet. Falls der einzugebende Text breiter als eine Bildschirmzeile ist, kann man einfach über den Rand hinaus tippen und den Rest darunter eingeben. Innerhalb des Programmaufrufs darf man die Eingabetaste nicht drücken, um zum Beispiel einen Zeilenvorschub zu erzeugen, weil man damit die unvollständige Eingabe beenden und ausführen würde.
Der Programmname steht immer an erster Stelle und muß natürlich eindeutig und vollständig sein. Die Kommandozeile verfügt dazu über eine Funktion zur automatischen Vervollständigung: Wenn man ein paar Anfangsbuchstaben des Programmes eintippt und dann die Tabulator-Taste drückt, wird die Kommandozeile den Programmnamen automatisch vervollständigen, sofern dies eindeutig möglich ist.
Nach dem Programmnamen folgen beliebig viele Argumente, die durch Leerzeichen getrennt sind. Wenn Argumente Leerzeichen oder andere Sonderzeichen enthalten, müssen diese in Anführungszeichen gesetzt werden und gegebenenfalls noch "entschärft" werden (dazu später mehr).
Wie die zusätzlichen Argumente vom Programm interpretiert werden, ist diesem überlassen. Manche Aspekte haben sich eingebürgert und werden überall ähnlich behandelt, aber man sollte sich stets vor vorschnellen Analogieschlüssen hüten!
Übungsaufgabe 1.16.1
Probiert die automatische Vervollständigung der Kommandozeile aus:
Geht zunächst in das Übungsverzeichnis:
> cd /vol/lehre/unix-vorkurs
> cd Fotos
Gebt danach „idi“ ein (ohne die Anführungszeichen) und drückt die Tabulatortaste.
Tippt dann „str“ und drückt die Tabulatortaste erneut – praktisch, nicht?