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Notizen:


Das ursprüngliche Unix-System, das in den 70er Jahren von Ken Thompson und Dennis Ritchie entwickelt wurde, ist natürlich schon längst ausgestorben. Seine Grundprinzipien und sogar Programmkode haben sich aber an die modernen Unix-artigen Betriebssystemen vererbt, die man demnach auch wie folgt unterscheidet:

Unix-Derivate stammen direkt von dem Ur-Unix ab, d.h. sie wurden aus dessen Programmkode weiterentwickelt. Dazu gehören die *BSDs, Mac OS X und Solaris.

Unix-ähnliche Betriebssysteme verhalten sich wie Unix, haben aber keine Verbindung zur originalen Unix-Kodebasis. Sie wurden von Grund auf neu geschrieben. Beispiel: Linux!

Trotzdem gibt es große Ähnlichkeiten zwischen allen Unix-artigen Betriebssystemen. Die aus Anwendersicht wichtigste ist die Skriptbarkeit (siehr nächste Folie); es gibt aus technischer Sicht auch noch weitere interessante Eigenschaften:

nur der Kernel hat Zugriff auf die Hardware
alles ist eine Datei: - sowohl lokale als auch Netzlaufwerke hängen im gleichen Verzeichnis - auch Geräte(-treiber) sind spezielle Dateien - Prozesse und deren Eigenschaften werden auf Dateien abgebildet
historisch gewachsene C-Programmierschnittstellen und Programmierbibliotheken; dadurch sind Programme portabel und haben eine sehr lange Lebensdauer.