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Notizen:


Aus Sicht von Unix verhalten sich Shell-Skripte tatsächlich wie normale Programme; wir werden später noch sehen daß dies auch für Ein-/Ausgabeumleitung und Aufrufparameter gilt.

Vielleicht habt Ihr Euch schon gefragt, wo die ganzen Programme installiert sind, die Ihr bisher aufgerufen habt. Dafür gibt es unter Unix ein paar Verzeichnisse als “übliche Verdächtige”, z.B. die Verzeichnisse /bin, /usr/bin und /usr/local/bin, aber auch noch andere.

Diese Verzeichnisse sind der Shell standardmäßig als “Suchpfad” bekannt.
Der Suchpfad ist eigentlich kein echter Pfad, sondern eine Liste von Verzeichnissen. Wenn ein Programm innerhalb dieser Verzeichnisse abgespeichert ist, genügt es, zum Aufruf einfach den Programmnamen einzugeben.

Beispiel: Ihr könntet less über seinen absoluten Pfad aufrufen:

> ls -l /vol/gnu/bin/less
-rwxr-xr-x 1 ro support 652984 Jul 16 2002 /vol/gnu/bin/less
> /vol/gnu/bin/less eins.txt

Da /vol/gnu/bin aber im Suchpfad der Shell ist, reicht es auch aus, einfach
> less eins.txt
zu tippen.

Euer Benutzerverzeichnis ist hingegen nicht im Suchpfad der Shell, und deswegen müßt Ihr einen absoluten oder relativen Pfad angeben, um Euer Shell-Skript auszuführen.