FAQ zu den Bachelor-Studiengängen

Hilfreiche Links:  

 

Q: In welcher Beziehung steht die Anzahl der Semesterwochenstunden zur Anzahl der Leistungspunkte (LP, CP)?

A: Für den Erwerb eines CP wird ein Arbeitsaufwand von 30 Zeitstunden zugrunde gelegt. Der Arbeitsaufwand schließt Präsenzzeiten sowie die Zeit für Vor- und Nachbereitung, für die Bearbeitung von Übungsaufgaben, die Anfertigung von Hausarbeiten und die Vorbereitung von Vorträgen sowie für die Prüfungsvorbereitung ein. Zur Vereinfachung wurde bei den älteren Bachelorstudiengängen die Formel 1 SWS ergibt 1.5 LP angewendet. Bei den Bachelorstudiengängen gemäß der uniweiten Studien- und Prüfungsordnung gilt jedoch die Berechnung über den Zeitaufwand (siehe hierzu im Detail die jeweilige Modulbeschreibung).

 

Q: Können Leistungspunkte teilweise erworben werden?

A: Nein. Leistungspunkte bewerten nicht die Qualität der Studienleistung. Sie werden nur in der angegebenen Summe vergeben, wenn das Modul erfolgreich abgeschlossen wurde.

 

Q: Wie erfolgt die Abrechnung der Lehrverpflichtungen für die Lehrenden?

A: Die Abrechnung des Lehrdeputats erfolgt wie bisher über die Semesterwochenstunden, nicht über die Leistungspunkte.

 

Q: Welchen Umfang dürfen Wahlmodule und Wahlpflichtmodule haben?

A: Um die Kombinierbarkeit zu garantieren, sollen diese Module einen Umfang von 5 CP (einsemestriges Modul) oder von 10 CP (in der Regel zweisemestriges Modul, teilweise auch einsemestrig) haben.

 

Q: Müssen Module im Wahlbereich und Wahlpflichtbereich jedes Jahr angeboten werden?

A: Nein, es muss lediglich sichergestellt werden, dass ausreichend viele Module zur Auswahl stehen.

 

Q: Darf es Veranstaltungen außerhalb von Modulen geben? 

A: Nein, alle anrechenbaren Veranstaltung müssen Teil eines Moduls sein. Es ist aber möglich, im Individuellen Ergänzungsbereich Leistungspunkte aus verschiedenen Veranstaltungen zu sammeln.

 

Q: In welcher Form können Projekte angeboten werden?

A: Projekte können als eigenständiges Modul im Wahlpflichtbereich angeboten werden. Sie müssen dann einen Umfang von 5 CP (einsemestrig) oder 10 CP (zweisemestrig) haben. Projekte für den Individuellen Ergänzungsbereich unterliegen dieser Restriktion nicht. Projekte dürfen auch als Teil von Modulen angeboten werden.

 

Q: In welcher Form können Seminare angeboten werden?

A: Seminare können als Teil von Modulen angeboten werden. Da die Anzahl der aktiven Teilnehmer begrenzt ist, kann entweder die Teilnehmerzahl des Moduls begrenzt werden (Wahl- und Wahlpflichtbereich), oder es können statt der aktiven Seminarteilnahme alternative Einzelleistungen eingefordert werden (z.B. Hausarbeit, Projekt).
Jeder Student muss im Laufe des Bachelorstudiums mindestens eine Einzelleistung erbringen, die aus einem 30-minütigen Vortrag und einer schriftlichen Ausarbeitung besteht; in der Regel wird diese im Rahmen eines Seminars erfolgen.

 

Q: Wie können Seminare mit jährlich wechselnden Themen angeboten werden?

A: In der Modulbeschreibung kann angegeben werden, dass zu diesem Modul ein Seminar aus einem bestimmten Themenkreis gehört. Das genaue Thema kann dann ohne Änderung am Modul im Vorlesungsverzeichnis angegeben werden.

 

Q: Sind Module möglich, die alternativ mit 10 LP oder mit 5 LP abgeschlossen werden können? (Beispiel: Modul mit 10 LP, bestehend aus zwei Vorlesungen mit Übungen, jeweils eine pro Semester, wird nach einem Semester mit einer Prüfung über den Stoff der ersten Vorlesung beendet.)

A: Dies ist möglich bei Modulen, bei denen auch die 10 LP durch Erbringen mehrerer Einzelleistungen erworben werden (im Beispiel: getrennte Prüfungen über den Inhalt jeder der beiden Vorlesungen). Der Veranstalter muss in der Modulbeschreibung angeben, ob ein Schein über 5 LP für das Erbringen eines Teils der Einzelleistungen erworben werden kann. Das Modul wird dann als "10 LP/5 LP" ausgewiesen. Wird das Modul mit 10 LP erfolgreich abgeschlossen, so ist die Leistungsbescheinigung über 5 LP für dasselbe Modul hinfällig.
Solche teilbaren Module sollten nur in Ausnahmefällen angeboten werden. Die Anrechnung von Teilleistungen mit 5 LP ist nur möglich für Module, bei denen diese Möglichkeit explizit angeboten wird.

 

Q: Wie wird erfasst, ob der Student die geforderte Vortragsleistung (mindestens einmal im Bachelorstudium Vortrag 30 Min. und schriftliche Ausarbeitung) erbracht hat?

A: Der Veranstalter legt dem Prüfungsamt zum Ende des Semesters eine Ergebnisliste vor, in der die erbrachte Vortragsleistung mit Angabe des Titels enthalten ist. Der Vortragstitel erscheint im Transcript.

 

Q: Wo werden die bisherigen "Arbeitsgemeinschaften" integriert?

A: Diese können weiterhin als Lehrveranstaltung angeboten werden, sollten jedoch kein Bestandteil eines Moduls sein.

 

Q: Wie werden Wiederholungsprüfungen gehandhabt?

A: Es gibt keine Begrenzung der Anzahl der Versuche. Es muss sichergestellt werden, dass für ein angebotenes Modul zwei Versuche zeitnah möglich sind. Nicht bestandene Prüfungsversuche sind an das Prüfungsamt zu melden, da alle Prüfungsversuche im Transcript aufgeführt werden müssen.

 

Q: Ist für den Studenten eine Einsicht in seine/ihre Klausur möglich?

A: Ja, nach Bekanntgabe der Ergebnisse beginnt eine 14-tägige Einsichtsfrist.

 

Q: Was geschieht danach mit den Klausuren?

A: Die Klausuren müssen 5 Jahre lang aufbewahrt werden oder können an die Studierenden gegen Empfangsbestätigung (z.B. Quittierung auf der Teilnehmerliste) ausgehändigt werden.

 

Q: Welche Benotung sollte für benotete Leistungen verwendet werden?

A: Es sind folgende Noten für bestandene Prüfungen möglich: 1.0, 1.3, 1.7, 2.0 bis 4.0. Die Noten 0.7 und 4.7 sind ausgeschlossen. Nicht bestandene Prüfungen sind mit 5.0 zu bewerten.

 

Q: Wie werden Wiederholungs- und Verbesserungsprüfungen auf dem Zeugnis/Transcript erkennbar?

A: Es sind beliebig viele Wiederholungen der Prüfungsleistung möglich. Die beste Note geht in die Berechnung der Modulnote und der Gesamtnote der Bachelorprüfung ein. Auf dem Transcript ist die Anzahl der Prüfungsversuche ersichtlich.

 

Q: Was geschieht, wenn sich ein Student zur Prüfung anmeldet (z.B. Klausur), aber nicht erscheint?

A: Die Anmeldung zur Klausur ist erforderlich. Das Nichterscheinen führt dazu, dass für den Studierenden keine Leistung gemeldet wird, es wird nicht als negativer Prüfungsversuch gewertet.

 

Q: Wie muss sich der Student in einer Prüfung/Klausur ausweisen?

A: Mit dem Personalausweis. Bei Klausuren ist eine Anwesenheitsliste notwendig; so können Studenten, die nicht abgegeben haben, als "nicht bestanden" bzw. "5.0" bewertet werden.

 

Q: Wie können Einzelleistungen wiederholt werden, die nicht in Form einer Prüfungsleistung, sondern bspw. durch erfolgreiche Teilnahme an einem Praktikum erbracht werden, für die also eine Wiederholung der Leistung nicht ohne weiteres möglich ist?

A: Wenn es nicht möglich ist, eine andere Einzelleistung als Ersatz für die nicht erbrachte Leistung zu definieren (mündliche Prüfung, Hausarbeit, etc.), so kann die Einzelleistung nur durch nochmalige Teilnahme an der Veranstaltung zum nächstmöglichen Zeitpunkt (also in der Regel im darauffolgenden Jahr) erbracht werden. Dies entscheidet der Veranstalter. Der wiederholte Besuch der Veranstaltung sollte aber nur ausnahmsweise vorgeschrieben werden.

 

Q: Werden Module im Wahl- und Wahlpflichtbereich benotet oder unbenotet abgeschlossen?

A: Es ist beides möglich. Jedes Modul sollte beide Möglichkeiten anbieten, also sowohl den Erwerb eines benoteten als auch eines unbenoteten Scheins. Die erforderlichen Einzelleistungen dürfen sich unterscheiden.

 

Q: Kann eine Note, die freiwillig in einem Modul erworben wurde, welches unbenotet abzuschließen ist, im Transcript auf Wunsch des Studierenden angegeben werden?

A: Ja. Im Transcript wird der genaue Studienablauf mit allen erbrachten Studien- und Prüfungsleistungen erfasst. Noten in unbenoteten Modulen erscheinen automatisch.

 

Q: Wenn ein Schein für ein Modul durch das Erbringen mehrerer Einzelleistungen erworben wird und nicht alle Einzelleistungen erbracht wurden, muss dann das ganze Modul oder nur die Einzelleistung wiederholt werden?

A: Es müssen nur die fehlenden Einzelleistungen wiederholt werden.

 

Q: Kann die Prüfung für ein Modul, an dem der Studierende teilgenommen hat, auf das darauffolgende Jahr verschoben werden?

A: Nein; es müsste das gesamte Modul wiederholt werden.

 

Q: Kann auch die Bachelorarbeit unbegrenzt oft wiederholt werden?

A: Ja, aber das Thema muss ein anderes sein. Auch werden die Versuche der Bachelorarbeit im Transcript aufgeführt.

 

Q: Sind Verbesserungsprüfungen möglich?

A: Ja. Pro Semester (oder Jahr, je nach Modul) werden zwei Prüfungstermine angeboten. Weitere Verbesserungsprüfungen sind unbegrenzt möglich, hier gelten dieselben Bedingungen wie für Wiederholungsprüfungen.

 

Q: Wenn ein Modul als Einzelleistung "erfolgreiche Bearbeitung der Übungsaufgaben" anführt, welcher Maßstab wird dann angelegt?

A: Da der Schwierigkeitsgrad der Aufgaben von Jahr zu Jahr oder je nach Veranstalter variieren kann, wird das genaue Kriterium zu Beginn der Veranstaltung vom Veranstalter festgelegt, z.B. "50% der Punkte".

 

Q: Gibt es einen Prüfungsausschuss?

A: Nein. Zuständig für alle Angelegenheiten in Zusammenhang mit den Bachelorstudiengängen ist der Dekan. Dieser hat für die Technische Fakultät die Zuständigkeit vollständig an den Studiendekan übertragen.

 

Q: Darf die Bachelorarbeit in Englisch abgefasst werden?

A: Ja. Die Bachelorarbeit darf entweder in Deutsch oder in Englisch abgefasst werden. Andere Sprachen sind nicht zulässig.

 

Q: Darf man von den Studierenden eines Bachelorstudiengangs verlangen, eine Veranstaltung in englischer Sprache zu verfolgen oder englischsprachige Lehrbücher und Artikel als Studienmaterial zu verwenden?

A: Ja, gemäß der uniweiten Prüfungs- und Studienordnung können Lehrveranstaltungen nach Ankündigung im Kommentierten Vorlesungsverzeichnis auch in einer anderen Sprache als Deutsch abgehalten werden. Für die Veranstaltungen der Technischen Fakultät ist dies jedoch auf Englisch beschränkt.